Die Oberkrainer Tracht

Die Oberkrainer Tracht

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Die Oberkrainer Tracht

Das Ensemble der Brüder Avsenik war ein der ersten, das mit ihren Auftritten auch die Oberkrainer Volkstracht verbunden hat. Heutzutage gibts tausende Ensembles, die diese Kleidungsweise  nachahmen. Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer waren diejenigen, die Oberkrainer Tracht in die Welt gebracht haben.

 

Öffnen wir jetzt die Truhe und lasst uns schauen, was drinnen ist.

 

Die Tracht ist ein wahres slowenisches Symbol, Stolz aller Slowenen, unabhängig von ihrem Stand. Im 19.Jahrhundert hatte die Tracht eine symbolische Bedeutung, sie betonte den sozialen Status der Menschen. Je ärmer ein Bauer war, desto weniger war die Tracht dekoriert. Am Ende des 19.Jahrhunderts hat die Gleichheit der Menschen ein bisschen an ihrer Bedeutung zugenommen, deswegen nahm die bäuerliche Tracht auch einige bürgerliche Züge an. Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Tracht sowohl  bei  Bauern, als auch bei den Bürgern beliebt, die Tracht hat sich dem zufolge auch ein bisschen verändert. Der Geschmack der Bauer passt sich immer mehr dem bürgerlichen Kleidungsgeschmack an. Frauen wollten schlanker aussehen, deswegen trugen immer mehrere ein Korsett. Wichtiger wurden auch untere Röcke. Die Tracht hat sich über die Jahre erhalten, doch ihre Form wurde vielmals verändert. Am Anfang wurden hausgemachte Materialien verwendet- Hausgewebte Leinwand,  Tuch und Schafsleder. Ende des 19.Jahrhunderts dominierten aber schon industriell gefertigte Baumwollstoff, Wollstoff und Seidenstoff. 

 

Nur selten können wir heute eine Tracht sehen, die völlig identisch mit der Tracht ist, die im 20.Jahrhundert getragen wurde. 

 

Die männliche Tracht

  • Von oben angefangen, kommt zuerst die Kopfbedeckung vor. Schwarzer Hut, mitsamt der Federschmuck. Großer Liebhaber des Federschmucks war Franc Košir, der mit seinem Hut Menschenmengen erfreut hat. Danach kommen wir zu einer, mit Blumen bestreuter Weste. Im Dialekt heißt sie auch „laj'bč“. Am „laj'bč“ hatten die Männer eine Nelke befestigt, womit sie die Frauen besser beeindrucken konnten. Meistens sind sie mit Blumen bestickt. Ein buntes Kopftuch am Schultern regte die schwarze oder braune Farbe des Leders an. Die reicheren trugen eine Uhr in der Tasche. Taschenuhren mit einer Kette vervollständigten die festliche Tracht.
  • Dann kommen wir zu den Lederhosen, auf Slowenisch heißen sie irharce, die aus Rindsleder, Schweinleder oder Hirschleder gemacht sind. In der Vergangenheit waren sie sehr anliegend, jetzt werden sie aber immer weiter. Am Anfang 20.Jahrhunderts fingen die Männer an, unter den Lederhosen lange weiße Unterhosen zu tragen. .
  • Auch die Stiefeln haben sich durch Zeit verändert. Es gibt immer weniger Stiefel, die hochgekrempelt waren, denn es gibt immer mehr niedrige oder Kniehohe Stiefel mit weißen oder grünen Socken.
  • Die Männer haben auch gerne mit Regenschirmen angegeben, die aber nicht im Regen benutzt wurden, weil sie aus Wachstuch gemacht waren. Dieser hat seine Nützlichkeit besser in der Sonne gezeigt.

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Die weibliche Tracht

  • Im Alpenraum sind bei Frauen braunrote, grüne oder blaue Röcke charakteristisch . Das Merkmal der Alpen Volkstracht sind geschneiderte schwarze Schürzen aus Seide, mit schwarzen Spitzen umgeben. An der rechten Seite haben Frauen ein Taschentuch getragen. Unter der Hauptkleidung waren noch mehrere Schichten, zumindest zwei Röcke, damit die Frauen ihre Üppigkeit zeigen konnten.
  • Verpflichtend waren meistens mit einer goldenen Brosche befestigte Kopftücher mit Fransen, welche die Tracht belebten und ihr neue Farben verliehen..
  • Heutzutage erkennen wir eine verheiratete Frau an ihren Ring, den sie an der rechten Hand trägt, in der Vergangenheit haben aber Frauen eine Haube aus Leinwand getragen. Unter Volkstanzgruppen ist aber zavijačka beliebter. Dass ist eine weibliche Kopfbedeckung, insbesondere bei der Gorenjska Volkstracht, die einen breiten gestickten oder aus Brokatstoff gemachten Rand űber der Stirn hat. Beim Tanzen schlenkert sie nicht herum.
  • In den Händen haben sie gerne einen Korb, der aus verschieden- farblichem Stroh gemacht war und der an einer Seite meistens ein Volksmotiv hatte (slow. „Kranjski cekar“). Ihr Aussehen haben sie mit Schuck, Schnallen, Ohrringen, Metallbändern (slowenisch sklepanec) bereichern, die alle aus dem 19.Jahrhundert stammen. Blau-rot-weißes Band wird in Gorenjska über das Metallband zugebunden, in Bela Krajina dagegen aber über die Schulter gehängt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren die Bänder an Bedeutung.
  • Im Winter bedeckten sich Frauen mit der Strickware.

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