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Das 9. Mundharmonikaspieler Treffen bei Avsenik

Am vergangenen Samstag, 18. April 2015, wurde in der Halle des Avsenik Museums auf die Mundharmonikas, ein Volksinstrument, das früher unsere Großeltern unterhalten hat und für dem diesjährige Mundharmonikaspieler uns allen gezeigt haben, dass es noch heutzutage so ist, gespielt. Die meisten tragen sie sorgfältig in ihrer Jacke. Wir nehmen sie aus der Tasche.. und schon haben wir ein Konzert. Die Veranstalterin, die Avsenik-Hohner Galerie, die jetzt an einem neuen Standort tätig ist, im eigenen Gebäude gegenüber von Gasthaus und Restaurant Avsenik, hat uns schon zum neunten Mal hintereinander erfolgreich ein unvergessliches Ereignis mit alten, aber immer amüsanten Mundharmonikas vorbereitet. Am Vormittag haben wir uns beim einstündigen Seminar über Wartung und Intonation von Mundharmonikas ausgebildet, am Nachmittag aber haben wir ein Konzert, bei dem viele aufgetreten sind, gehabt.

In diesem Jahr war die sympathische Mundharmonikagruppe Trio Armonauti aus Italien bei der Galerie zu Gast. Die Italiener erwiesen sich nicht nur als energische Redner, sonden auch als außerordentliche Musiker. Gianluca Caselli, Gianni Massarutto und Gianandrea Pasquinelli sind Mundharmonikaspieler, die zusammen Blues spielen, wobei sie den originellen Blues mit harmonischen Jazz und italienischen Schlagern zu vereinen versuchen. So haben sie eigenartige Musikarten entdeckt. Sie haben schon überall auf der Welt aufgetretten, am Internationalen Festival der Mundharmonika in Bristol in Großbritannien so wie auch am Mundharmonika Festival in Pärnu in Estland. Vor kurzem haben ihr neues Projekt Astronauti in Blue entworfen, das akustischen Blues der 30.Jahre gewidmet ist. Derzeit geben sie auch ihre neue CD heraus, die der italienischen Volksmusik gewidmet ist. Den Anwesenden haben sie folgende Lieder gespielt:

  • Polka Crik Crok (ein Lied aus der Emilia Romagna Region),
  • Ciuri Ciuri (ein traditionelles Lied aus Sizilien),
  • Contradanza (ein traditionelles Lied aus der Emilia Romagna Region),
  • Giga Emiliana,
  • Paso Doble (ein Lied aus der Emilia Romagna Region),
  • La ligrie (ein traditionelles Lied aus der Friaul Region),
  • Harmonitango (Tango von Armonauti),
  • La vita e bella (ein Lied von Nicola Piovani),
  • Trinita (ein Lied aus dem Film Django),
  • Il Padrino (ein Lied aus dem berühmten Film Der Pate),
  • Stelutis (ein traditionelles Lied aus der Friaul Region).

Mit ihrer Musik haben sie uns in nostalgische italienische Melose entführt, zum Abschied aber haben sie noch das Avsenik Evergreen „Auf meiner Harmonika“ gespielt. Wenn es im Museum mehr Platz gäbe, könnten wir diesem geselligen Abend fast schon ein Tanzabend sagen, weil es unter den Anwesenden und gut gelaunten Gästen sehr viele gab, die sich im Rhythmus gewackelt, applaudiert, gesungen und gepfiffen haben, was auch der ursprüngliche Zweck unseres Treffens war. Für gute Laune und lachende Gesichter hat der beste Moderator aller Zeit, Herr Toni Gašperič gesorgt.

 

Das die Mundharmonika nicht nur für Erwachsene, sondern auch für unsere Jüngsten ist, haben uns zuerst der 8-jährige Kai aus Wörthersee und nach ihm noch Kinder aus der Nähe von Medvode, Nachwuchs der Sorški orgličarji (Mundharmonikaspieler aus Sora) gezeigt, die uns fast „aus den Socken gehauen haben“. Sie haben uns bewiesen, dass die Mundharmonika vergleichbar mit anderen Instrumenten, die man in einer Musikschule unterrichtet ist. Für ihren Auftritt haben sie sich unter anderem auch Melodien, die in den eben erschienenen Handbuch mit elf Avsenik Liedern für Anfänger des Mundharmonikaspeilens, mit Titel „Auf meiner Harmonika“, ausgewählt. Es ist ein neues Büchlein von Autoren Urška Urbanija Žun und Marjan Urbanija (langjähriger Mundharmonikaspieler und Mentor bei Avsenik Mundharmonika Kursen), das im Verlag Avsenik erschienen ist. Weil die Avsenik Musik im Grund nicht in einer Tonalität geschrieben ist, weil es um Wechsel von gesanglichen und instrumentalen Teilen, wo jedes Teil wenigstens eien Modulation enthält geht, war die Ausrichtung der Teile für Anfänger und die Veränderung ins einfachen C-Dur ein sehr anspruchvolles Projekt, den die Autoren mit Mühe, herzig und Strebsamkeit auch beendet haben.

 

Das Handbuch „Auf meiner Harmonika“ enthält folgende Lieder:

  • Auf meiner Harmonika
  • Dort, wo das Edelweiss blüht
  • Hoch auf den Bergeshöh'n/In den Bergen
  • Wandern, oh wandern
  • Dunkle Wälder
  • Beim Stelldichein in Oberkrain
  • Das schöne Land Krain/Ich lieb' meine Heimat
  • Ski-Flug: Planica
  • Katharin
  • Unter blühenden Kastanien
  • Küss mich doch 

 

Gewidmet haben wir dieses Handbuch einem außerordentlichen, unvergesslichen Mitglied des Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer Ensembles, ohne wen die Mundharmonika nicht bei Avsenik dar wäre, unserem treuen Gitarristen und auch Mundharmonikaspieler Lev Ponikvar, mit Spitzname Levček. Bei dieser Gelegenheit bedankt sich der Avsenik Verlag für eine erfolgreiche Herstellung des Handbuches bei Herrn Marjan Urbanija, der sich schon wieder als ein exzellenter Mentor und Mundharmonikaspieler erwiesen hat. Er musste zusammen mit der Gruppe Sejmarji das Lied „Hirtenlied“ nochmal spielen, weil es beim ersten Mal einen sehr großen Applaus bekommen hat.

Die Avsenik Galerie bedankt sich bei allen, die aufgetreten sind: Trio Armonauti, Sorški orgličarji (Mundharmonikaspieler aus Sora), Nachwuchs von Sorški orgličarji, Mundharmonika Ensemble Wörthersee, Halonga Streuner Dane  & Stane, Lojze Peterle und seinem „Bienenlied“ („čebelji roj“), Mile Domanjko, Iztok Kogelnik, Francetovi orgličarji (Mundharmonikaspieler Franz aus Škofja Loka), Robert Ivančič, der selbstlos allen auch beim Seminar geholfen hat, Miro Dovč, Janez Gašperin, Iztok Bergant, Mundharmonika Duo Klagenfurt, Kai Nechtelberger, Vladimir Horvat (ausgezeichneter Virtuose und Mentor unserer Mundharmonika Kurse) mit Mitgliedern des Ensembles Sorarmonica und mit seinen Schülern, Sejmarji, Marjan Urbanija, Silvo Girandon, Janez Keržič, Branko Mohorič, Vladimir Spiewak, Janko Mlakar & Gregor Kampjut. Einen großen Dank auch an den Moderator Toni Gašperič.

 

Liebe Mundharmonikaspieler, wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und für ihre Zeit, die sie uns gewidmet haben. Ohne sie wäre es nicht so schön. Es freut uns sehr, dass sie schon seit vielen Jahren zu uns kommen und dass dieses Treffen jedes Jahr so unvergesslich ist. Sie sind immer in unserer neuen Avsenik Galerie willkommen!